15. - 18. Februar 2017 // Nürnberg, Germany

Druckansicht einstellen

Welche Informationen sollen in der Druckansicht angezeigt werden?

Druckansicht erstellen

Kultursaat e.V.

Kronstraße 24

61209 Echzell

Hessen

Deutschland

Telefon: +49(0)6035.208097

Fax: +49(0)6035.208098

Kontakt- /Terminanfrage Kontakt- /Terminanfrage

Kontaktieren Sie uns

Bitte geben Sie Ihre persönlichen Informationen und Ihren Terminwunsch an. Gerne können Sie uns auch eine Nachricht hinterlassen.

Ihre persönlichen Informationen

Ihre Nachricht an uns

Ihr Terminwunsch während der Messe

* Pflichtfelder, die von Ihnen eingegeben werden müssen.
Senden
Ihre Nachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie möchten mehr Möglichkeiten und Vorteile der Plattform nutzen? Dann loggen Sie sich bitte ein – oder registrieren Sie sich gleich hier.

Es ist ein Fehler aufgetreten.

Halle

BIOFACH 2016

Direktaussteller

Die Geschichte

Entsprechend dem Leitbild des Ökologischen Landbaus, dass der Betrieb ein Organismus ist, haben sich schon in den 50ger Jahren Praktiker um eigenes Gemüsesaatgut bemüht. Mit der Gründung des Initiativkreises für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau im Jahre 1985 wurden diese Aktivitäten gebündelt und die Vermehrung konventionell gezüchteter samenfester (= fruchtbarer, nachbaufähiger, offen abblühender) Sorten koordiniert. 1994 - knapp 10 Jahre später - wurde von einzelnen Aktiven des Initiativkreises der Verein Kultursaat (heutiger Name) gegründet, um vor allem die Entwicklung neuer Gemüsesorten für den ökologischen Erwerbsanbau voranzutreiben. Heute (Stand Juli 2015) sind gut 70 Gemüsesorten als Neuzüchtungen von Kultursaat beim Bundessortenamt zugelassen, für weitere 14 Sorten ist Kultursaat kostenpflichtig als offizieller Erhaltungszüchter eingetragen. Eine Liste dieser Kultursaat-Sorten sowie der in Anmeldung befindlichen Kandidaten findet sich in der Rubrik Züchtung.

Ziele

 Erhaltung bewährter samenfester Gemüsesorten

Jede vorhandene Sorte, bei der aus den auf ihr gedeihenden Samen neue Pflanzen hervorgehen können, die wieder dem Sortentyp entsprechen, ist "samenecht" oder "samenfest" oder "offen abblühend". Damit ist der Fortbestand der Kulturpflanzen durch alljährliche Aufbewahrung eines Teils der Ernte und Anbau im Folgejahr möglich. Würden die für diesen "Nachbau" verwendeten Samen jedoch wahllos gesammelt, ginge - insbesondere bei fremdbestäubenden Arten - die Eindeutigkeit der sortentypischen Eigenschaften verloren. Für (erhaltungszüchterisch) gepflegte Sorten muss bei der Samengewinnung besondere Sorgfalt angewandt werden: Jeder Züchter wählt deshalb bei der "Erhaltungszucht" nur besonders wohlgestaltete, gesunde und sortentypische Pflanzen für die Gewinnung von "Elitesaatgut" (= Basissaatgut) aus. Dieses Elitesaatgut sät wiederum der Saatgutvermehrer zur eigentlichen Saatgutgewinnung (Anbau zur Erzeugung von Verkaufssaatgut) aus.

Langjährige Erhaltungszucht unter den Verhältnissen des Ökologischen und biologisch-dynamischen Landbaus ist die Basis unserer Arbeit. Auf diese Weise bleiben die Sorten im kontinuierlichen, naturgegebenen Strom von Keimen, Wachsen, Fruchten und Vergehen; das ist eine günstige Voraussetzung dafür, dass sich die Pflanzen mit den permanent sich ändernden Lebenbedingungen auseinandersetzen und diese verinnerlichen. Samenfeste Sorten, die sich im Erwerbsanbau von Öko-Gemüse besonders bewährt haben, werden im Auftrag von Kultursaat auf ökologisch bzw. biologisch-dynamisch wirtschaftenden Betrieben in erhaltungszüchterische Pflege genommen, damit sie Klein- wie Erwerbsgärtnern weiterhin in ökologischer Saatgut-Qualität zur Verfügung stehen.

 Entwicklung neuer Gemüsesorten

Ausgehend von der Kombination Erwerbsanbau und Erhaltungszucht in einem biologisch-dynamischen Betrieb ist auch Neuzüchtung von offen abblühenden (= "samenfesten") Sorten eines der erklärten Ziele von Kultursaat. Methode der ersten Wahl ist die "positive Massenauslese", die bei Selektion aus großen Beständen oft zum Erfolg führt. Mit diesem Vorgehen entstand z.B. die Möhrensorte Rodelika durch strenge Selektion auf harmonische Gestalt von Rübe und Blatt, hohe Süße sowie kräftig-nussiges Aroma. Auch spontan erscheinende "Abweicher" in einem großen und ansonsten einheitlichen Bestand können ein interessanter Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Sorten sein. Vor allem bei Selbstbestäubern wie der Tomate wird die Formenvielfalt meist zunächst durch Kombination erhöht und im weiteren Verlauf über Selektion und Einzelpflanzen-Nachkommenschaften in Richtung der gewünschten Linien fortentwickelt.

Über die klassischen Zuchtziele Ertrag und äußerliche Einheitlichkeit hinaus (die für die Erwerbsgemüsebaupraxis und die behördliche Zulasung z.B. beim Bundessortenamt von Bedeutung sind) werden in der biologisch-dynamischen Pflanzenzüchtung in erster Linie solche Aspekte berücksichtigt, die positiv im Hinblick auf die Nahrungsqualität zu beurteilen sind. Dies sind im einzelnen:

  • samenfeste (fruchtbare, nachbaufähige, offen abblühende) Sorten,
  • Harmonie in Wachstum und Gestalt,
  • Reifefähigkeit,
  • ausgewogener, intensiver aromatischer Geschmack,
  • gutes Durchwurzelungs- und Nährstoffaneignungsvermögen,
  • robuste natürliche Widerstandskraft und hohe Anpassungsfähigkeit.

 Veröffentlichung der Sortenentwicklung

Biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung findet nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, sondern kann jederzeit auf den Zuchtbetrieben besucht und praktisch erfahren werden. Nicht der unternehmerische Gewinn (verbunden mit Geheimhaltung), sondern die Entwicklung von für die menschliche Ernährung qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ist das Leitmotiv der züchterischen Arbeit; die Sorten sind mit bäuerlich-gärtnerischen Methoden entwickelte nachbaufähige "open-source" Sorten, deren Entwicklung nicht geheimgehalten sondern zwecks Transparenz gerade veröffentlicht wird. In der Rubrik Züchtung findet sich eine Liste aller Kultursaat-Sorten, wo in der Spalte Werdegang Kurzversionen der Züchtungsgänge als PDF hinterlegt sind.

 Züchtungsforschung

Variation innerhalb einer Formengruppe muss nicht zwingend über Kreuzung zweier verschiedener Pflanzen zustande kommen. Es gibt Hinweise zu über die Generationen weitergegebenen Merkmalen, die nicht über die DNA des Zellkerns vererbt werden. Es gehört zu den Grundlagenarbeiten des Vereins Kultursaat, Untersuchungen zu solchen Phänomenen anzustellen. So konnten wir beobachten, dass die Beschallung von Saatgut zu Veränderungen in Wachstum (Blattstellung, Blattformen, Blühzeitpunkt etc.) und Pflanzengesundheit bei Löwenzahn und Salat führen kann. Auch Aussaattermin, Einsatz der biologisch-dynamsichen Präparate und Eurythmie (am eingeweichten Samen wie an der wachsenden der Pflanze) werden in ihrem Einfluss auf das Pflanzenwachstum untersucht.

Kultursaat e.V. bietet Ihnen Produkte aus diesen Produktgruppen:

Ihre Merkliste ist noch leer.

Merkliste anzeigen



Direktaussteller

Bei Klick auf einen Aussteller, rufen Sie dessen Profil mit mehr Informationen auf.

Halle 7 / 7-311

Demeter e.V.

Direktaussteller
top

Der gewählte Eintrag wurde auf Ihre Merkliste gesetzt!

Wenn Sie sich registrieren, sichern Sie Ihre Merkliste dauerhaft und können alle Einträge selbst unterwegs via Laptop oder Tablett abrufen.

Hier registrieren Sie sich, um Daten der Aussteller- und Produkt-Plattform sowie des Rahmenprogramms dauerhaft zu speichern. Die Registrierung gilt nicht für den Ticket- und Aussteller-Shop.

Jetzt registrieren

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Vorteil Sichern Sie Ihre Merkliste dauerhaft. Nutzen Sie den sofortigen Zugriff auf gespeicherte Aussteller oder Produkte: egal wann und wo - inkl. Notizfunktion.
  • Vorteil Erhalten Sie auf Wunsch via Newsletter regelmäßig aktuelle Informationen zu neuen Ausstellern und Produkten - abgestimmt auf Ihre Interessen.
  • Vorteil Rufen Sie Ihre Merkliste auch mobil ab: Einfach einloggen und jederzeit darauf zugreifen.