14. - 17. Februar 2018 // Nürnberg, Germany

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Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

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Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

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Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global; Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Indien, Kamerun, Kenia, Malawi, Mali, Mosambik, Nigeria, Sambia, Togo, Tunesien
Politischer Träger: Je nach Land unterschiedlich
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2021

Ausgangssituation

Noch nie wurden weltweit so viele Nahrungsmittel produziert – dennoch hungern mehr als 800 Millionen Menschen. Zwei Milliarden Menschen sind chronisch mangelernährt.

Noch ist Hunger vornehmlich ein Armutsproblem und die Mehrheit der Hungernden sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Bislang können sie die international steigende Nachfrage nach Agrargütern nur unzureichend nutzen, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern. Ein großer Teil der Lebensmittel verdirbt auf dem Weg vom Acker zum Teller, da Lagerung, Verarbeitung und Handel nicht Hand in Hand gehen. Die starke Abhängigkeit vom Weltmarkt kann vor allem in ländlichen, armen Gebieten kurzfristig zu akuten Nahrungsmittelengpässen führen. Daher ist es wichtig, die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln auf den lokalen Märkten zu erhöhen.


Der Schlüssel zur Steigerung von Einkommen und Produktion in einer kleinbäuerlich geprägten Landwirtschaft liegt in einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung, einer besseren Organisation – zum Beispiel in Form von Erzeugergemeinschaften – und einer besseren Vermarktung und Verarbeitung entlang der gesamten agrarischen Wertschöpfungskette. Kurzum, es bedarf lokal angepasster Innovationen zur nachhaltigen Entwicklung des gesamten Agrar-und Ernährungssektors.
 

Ziel

Die Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe, die Beschäftigung und die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln in den ländlichen Zielregionen sind durch Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft gesteigert.
 

Vorgehensweise

Das Programm „Grüne Innovationszentren“ arbeitet bislang in 14 Ländern. Es stimmt sich mit den Ministerien vor Ort ab und arbeitet mit den anderen Programmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ zusammen sowie mit bilateralen Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Im Zentrum der Grünen Innovationszentren stehen kleinbäuerliche Betriebe, die bei nachhaltiger Produktions- und Einkommenssteigerung unterstützt werden. Gleichzeitig ist das Ziel, neue Jobs in der Verarbeitung zu schaffen, damit hierdurch ein größerer Teil der Wertschöpfung vor Ort und insbesondere im ländlichen Raum bleibt.

Da Frauen meist schlechteren Zugang zu Produktionsfaktoren, vor allem zu Boden und Kapital sowie zu Bildung haben, berücksichtigen die Grünen Innovationszentren deren Belange besonders, zum Beispiel durch spezielle Schulungs- und Beratungsangebote.
Das Vorhaben fördert die Vernetzung mit Partnern vor Ort, damit sich Innovationen besser und schneller in den Ländern verbreiten. Die Innovationen können technischer Art sein, zum Beispiel die Mechanisierung der Landwirtschaft, verbessertes Saatgut, Dünger oder Kühlketten. Vielfach geht es auch um neue Wege der Zusammenarbeit, beispielsweise beim Aufbau von Erzeugergemeinschaften, spezialisierten Unternehmen oder Interessenvertretungen.

Die Grünen Innovationszentren unterstützen zudem Wissensaufbau und Wissensverbreitung durch Beratung, Schulung und Fortbildung sowie den Zugang zu Krediten für Innovationen.

Wo immer möglich, gibt es Kooperationen mit bestehenden Landwirtschaftsschulen, Wissenszentren und Forschungseinrichtungen – wie dem AfricaRice Center oder dem International Institute of Tropical Agriculture. Zusätzlich ist die internationale Begleitforschung mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung innerhalb der Sonderinitiative aktiv.

Die Privatwirtschaft unterstützt ebenfalls: In Tunesien hat das Innovationszentrum gemeinsam mit der tunesischen Großmolkerei Délice eine Trainingsoffensive gestartet. In Indien gibt es ein Modernisierungsprojekt, das gemeinsam mit den deutschen Landmaschinenherstellern Grimme und Lemken in der Wertschöpfungskette Kartoffel umgesetzt wird.

Die Grünen Innovationszentren setzen auch auf die Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und Verbänden. So gibt es beispielswiese in Mali eine Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschulverband zur funktionalen Alphabetisierung. In Äthiopien unterstützt die Welthungerhilfe bei der Stärkung von Bauernorganisationen. Einen länderübergreifenden Wissensaustausch gibt es zwischen den bayerischen Landfrauen aus Bayern und Kenia.

In 6 der 14 Partnerländer unterstützen Consultingfirmen die Umsetzung des Vorhabens.
 

Wirkungen

1.600 Arbeitsplätze wurden geschaffen: 40 Prozent davon nehmen Frauen ein, 38 Prozent Jugendliche. Das Vorhaben arbeitet daran, die Arbeitsplätze nachhaltig zu verankern.

Mehr als eine Viertelmillion kleinbäuerliche Betriebe haben von Trainings- und Beratungsdienstleistungen profitiert.

89 Innovationen, die zu Einkommens- und Beschäftigungssteigerungen führen, wurden ermittelt und getestet. 47 Innovationspartnerschaften mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Zivilgesellschaft sind bereits entstanden.
Die Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe sind gestiegen:

  • Nach dem Besuch sogenannter Farmer Business Schools ist das durchschnittliche Jahreseinkommen von Kartoffelbauern in Nigeria um 600 Euro auf 1.170 Euro angestiegen.
  • In Kenia ist das Einkommen von über 3.000 Süßkartoffelbauern, mehr als die Hälfte davon Frauen, um 22 Prozent gestiegen.
  • Mit der Förderung des Fairen Handels verfolgen die Grünen Innovationszentren ein zentrales Ziel des Marshallplans mit Afrika des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): In Kamerun etwa verkaufen 184 Mitglieder einer kleinbäuerlichen Kakaokooperative ein Kilogramm Kakaobohnen für durchschnittlich 2 Euro nach Deutschland – das sind 40 Prozent mehr als auf dem lokalen Markt.

Die Erträge kleinbäuerlicher Betriebe sind gestiegen:

  • Durch Knöllchenbakterien und verbessertes Saatgut ist der Ertrag in Malawi um etwa ein Drittel gestiegen. Die Resillienz gegenüber Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño hat sich erhöht.
  • Durch den Einsatz von Solartrockner erzielten in Kamerun Kleinbäuerinnen und -bauern im Kakaoanbau durchschnittlich 25 Prozent höhere Erträge.
  • Moderne IKT-Anwendungen tragen zu Ertragssteigerungen bei: Apps für Tablet und Smartphone liefern unter anderem Wettervorhersagen, Diagnosen von Pflanzenkrankheiten oder Düngemittelempfehlungen.

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