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12. - 15. Februar 2020 // Nürnberg, Germany

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Aussteller & Produkte BIOFACH 2019
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Die immer intensivere Landwirtschaft in Europa beeinträchtigt Mensch und Umwelt. Das Insektensterben, immer weniger Feldvögel und zu hohe Nitratwerte im Grundwasser – dies sind alarmierende Zeichen dafür, dass die Natur aus dem Takt kommt. Intensive Düngung, ein anhaltend hoher Verbrauch von chemischen Pflanzenschutzmitteln und die Vernichtung von naturnahen Flächen bedrohen unsere ländlichen Räume immer stärker. Dabei erhält die Landwirtschaft in der EU jährlich fast 60 Milliarden Euro vom Steuerzahler – den Großteil davon pauschal pro Fläche. Hierdurch macht es für die meisten Landwirte wirtschaftlich Sinn, möglichst viel zu möglichst geringen Kosten zu produzieren. Diese Intensivierung wird verstärkt durch niedrige Lebensmittelpreise und den Versuch, über den Export das Einkommen zu sichern: Masse statt Klasse. Die Umwelt, aber auch viele landwirtschaftliche Betriebe bleiben dabei auf der Strecke.

Ein Umsteuern ist also dringend notwendig. Statt monotone Maiswüsten und Megaställe zu fördern, sollte Steuergeld lieber denjenigen Betrieben helfen, die auf naturverträgliche Anbau- und Produktionsmethoden umstellen wollen – nur so entsteht ein lebendiger und lebenswerter ländlicher Raum.

Über die globalen Nachhaltigkeitsziele haben sich Deutschland und die EU zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bis 2030 verpflichtet. Dies bedeutet u.a., dass die europäische Landwirtschaft keine Schäden mehr an Artenvielfalt und Klima anrichten darf – und dass nachhaltig wirtschaftenden Betrieben eine Zukunft gegeben werden muss. Gleichzeitig muss in einen fairen Handel bei uns und weltweit, die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln sowie die Minimierung der Lebensmittelverschwendung investiert werden. Die Weichen hierfür müssen jetzt gestellt werden.

Die neue Politik muss transparent, fachlich begründet, ergebnisorientiert und für die Empfänger von Fördermitteln möglichst unbürokratisch sein. An der Ausgestaltung der Politik sind alle relevanten politischen Ressorts zu beteiligen, weit über die Agrarministerien und Agrarausschüsse der Parlamente hinaus. Auf EU¬, Bundes¬ und Landesebene müssen insbesondere die Ressorts für Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit mit entscheiden. Bei Fragen der Naturschutzfinanzierung müssen die zuständigen Behörden federführend sein und entsprechend personell ausgestattet werden.

Die Einhaltung von Umweltgesetzen allein verdient keine staatliche Förderung. Die neue Politik darf auch keine Anreize setzen für Intensivierung, weder durch pauschale Flächenprämien, noch durch staatliche Risiko¬absicherung umweltschädlicher Anbaumethoden. Innerhalb wie außerhalb Europas müssen Lebensmittel „Made in Europe“ für Qualität und Nachhaltig¬keit stehen, nicht für möglichst billige Erzeugung. Der NABU fordert deshalb gemeinsam mit seinen europäischen Partnerorganisationen eine ganz neue Ernährungs- und Landnutzungspolitik. Deren Ziele müssen sein:

•Aufbau einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion, die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards genügt und dank fairer Preise langfristig unabhängig von Subventionen wird.

•Die einkommenswirksame Honorierung von konkreten Leistungen von Landnutzern für die Artenvielfalt und die ausreichende Finanzierung der EU-Naturschutzinstrumente wie Natura 2000.

•Die gleichberechtigte Mitsprache aller politischen Ressorts und Akteure, die ein Interesse an einem lebendigen ländlichen Raum, einer intakten Umwelt, gesunden Lebensmitteln und Entwicklungschancen für Menschen

außerhalb Europas haben.

Der NABU fordert, sowohl die pauschalen Flächenprämien in der „Ersten Säule“ als auch die unterfinanzierten und oft wenig zielgerichteten Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung in der „Zweiten Säule“ durch ein neues System zu ersetzen. Ein Transformationsfonds für Landwirtschaft und Ernährung, ein Naturschutzfonds und eine „Space for Nature“-Prämie sollen an ihre Stelle treten. Das LIFE-Programm der EU-Kommission finanziert zusätzlich innovative Naturschutzprojekte.

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