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12. - 15. Februar 2020 // Nürnberg, Germany

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Aussteller & Produkte BIOFACH 2019
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Das voranschreitende Artensterben bedroht unsere Lebensgrundlagen. In Europa ist die Hauptursache für das Schwinden der biologischen Vielfalt eine immer intensivere Land- und Forstwirtschaft, aber auch die Aufgabe von naturverträglicher Landnutzung. Pestizide, Überdüngung und die Ausräumung einst naturnaher Landschaften zerstören die Nahrungsgrundlagen und Lebensräume für viele Arten – Vögel etwa finden kaum noch Insekten und geeignete Brutplätze. Der Rückgang von Bestäubern, wie Wildbienen, Fliegen und Schmetterlingen, hat zudem dramatische Auswirkungen auf die Vielfalt von Wild- und Nutzpflanzen sowie auf die Nahrungsmittelproduktion. Das Schicksal vieler Arten und Lebensräume hängt von einer naturverträglichen Landnutzung ab. So leisten Landwirte, die Blühstreifen, Hecken und Nistbäume erhalten, später mähen oder auf Pflanzenschutzmittel verzichten, wichtige Beiträge für die Gesellschaft. Diese schmälern jedoch oft die Produktion und werden vom Markt nicht ausreichend honoriert. Fördermittel aus Steuergeldern sollen hier einen Ausgleich schaffen, doch die sogenannten „Agrarumweltmaßnahmen“ der EU reichen bisher bei weitem nicht aus.

Um die Artenvielfalt zu retten, sind viele Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören die naturverträgliche Bewirtschaftung von Wiesen und Äckern ebenso wie der Erhalt von Landschaftselementen, aber auch Investitionen in Artenhilfsprojekte, der Erwerb von Grundstücken oder Bildungsangebote und Besucherlenkung. Monitoring, die Betreuung von Schutzgebieten und die Beratung von Landwirten und Waldbesitzern sind ebenfalls entscheidend für den Erfolg. Der NABU schätzt den EU-weiten Finanzierungsbedarf für wirksamen Naturschutz auf rund 20 Milliarden Euro jährlich. Eine gute Investition: Die Europäische Kommission geht davon aus, dass allein das Natura 2000-Netzwerk Umweltleistungen von bis zu 300 Milliarden Euro jährlich für die Gesellschaft generiert. Viele Studien belegen zudem, dass die Kosten des Nichtstuns erheblich höher liegen als der Preis für Naturschutzmaßnahmen – wenn wir sie jetzt ergreifen. Allerdings wurden nach Analysen der EU-Kommission in der Haushaltsperiode 2007–2013 höchstens 10 bis 20 Prozent des Bedarfs an Naturschutzfinanzierung aus dem EU-Haushalt gedeckt. Experten schätzen die Finanzlücke im europäischen Naturschutz auf deutlich über 50 Prozent. Dies bestätigen auch neue Zahlen aus Deutschland, wo einem Bedarf von etwa 1,5 Milliarden Euro pro Jahr lediglich Mittel von rund 500 Millionen gegenüber stehen. Der NABU und viele weitere Umweltverbände in Europa sind der Meinung: So kann es nicht weitergehen. Der Versuch, den Naturschutz vor allem aus der Agrar- und Regionalförderung der EU zu finanzieren, ist gescheitert. Zu stark sind die Interessen in Verwaltung und Politik, das Geld für andere Zwecke auszugeben. Zu oft wird pauschal nach dem Gießkannenprinzip gefördert, anstatt konkrete Naturschutzleistungen von Landnutzern zu honorieren. Die fachliche Kompetenz der Naturschutzbehörden wird zudem häufig übergangen. Die Natur, aber auch die Landwirtschaft haben das Nachsehen. Viele Betriebe würden gerne mit „Vertragsnaturschutz“ Geld verdienen, wenn er sich nur lohnen würde.

Die europäische Naturschutzfinanzierung braucht einen grundlegenden Neustart. Deshalb fordert der NABU die Einrichtung eines eigenständigen EU-Naturschutzfonds in Höhe von mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr. Aus diesem sollten drei Viertel der Kosten beglichen werden, die den EU-Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien an Land und weiterer Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität entstehen. Als ein Kernelement einer grundlegend reformierten Gemeinsamen Agrarpolitik der EU soll der Fonds vor allem Landnutzern, aber auch öffentlichen Verwaltungen und Naturschutzverbänden, Unternehmen, Kommunen und anderen Akteuren attraktive und einkommenswirksame Anreize für Naturschutzmaßnahmen bieten: ein Gesellschaftsvertrag für den Naturschutz.

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