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13. - 16. Februar 2019 // Nürnberg, Germany

BIOFACH Newsroom

Kongressschwerpunkt BIOFACH 2019: „System Bio – im Ganzen gesund“

© iStock

Vom 13. bis 16. Februar 2019 versammelt die BIOFACH zum 30. Mal die internationale Bio-Branche zu ihrem jährlichen Messe-Auftakt.
Zur nächsten Ausgabe der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel nimmt die Branche auf dem BIOFACH Kongress den Zusammenhang zwischen Bio und Gesundheit in den Fokus. Als eines ihrer vier Prinzipien hat die internationale Bio-Bewegung neben Ökologie, Gerechtigkeit und Sorgfalt die Gesundheit als Grundlage ihres Wirtschaftens verankert. Bio als ganzheitliches System begünstigt fruchtbare Böden, sauberes Wasser, gesunde Tiere und Pflanzen. Und damit eine Umwelt, in der Menschen gesünder leben können. Außerdem kommen von den Biohöfen Produkte, die der menschlichen Gesundheit förderlich sind. Spricht man über Bio und Gesundheit, im Verständnis eines erweiterten Gesundheitsbegriffes, müssen Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und sauberes Wasser, robuste Pflanzen, das Wohl der Tiere und Ernährungsstile in den Mittelpunkt der Debatte gerückt werden.

Wie Bauern wirtschaften und Produzenten Lebensmittel herstellen, entscheidet, ob die Belastungsgrenzen unseres Planeten eingehalten oder die Öko-Systeme für unsere und nachfolgende Generationen zerstört werden. Aktuell wird die Gesundheit unserer Öko-Systeme durch schädliche Praktiken der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion bedroht – und damit die Gesundheit der Menschen. Menschen werden krank durch Hunger, wenn zu wenig Essen verfügbar ist. Und immer mehr Menschen, die sich zwar mit genug Kalorien versorgen können, essen ungesund – schädliche Ernährungsstile führen zu immer mehr ernährungsbedingten Krankheiten, das Wohlbefinden sinkt und Gesundheitskosten explodieren.

„Der Ökolandbau soll die Gesundheit des Bodens, der Pflanzen, der Tiere, des Menschen und des Planeten als ein Ganzes und Unteilbares bewahren und stärken.“ – so lautet eines der vier grundlegenden Prinzipien der globalen Bio-Bewegung, die Grundlage der Öko-Praktiker sind. Vom Acker bis zum Teller enkeltauglich, gesund für die Umwelt und den Menschen zu wirtschaften, das bedeutet Gesundheit durch ein gesundes System zu stärken.

Gesunde Öko-Systeme als Basis gesunder und guter Lebensmittel

Bio kann einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit auf vielen Ebenen leisten: in der Landwirtschaft, die auf geschlossene Kreisläufe setzt und Schadstoffe von Mensch und Natur fernhält. In der Verarbeitung, wo schädliche Zusatzstoffe tabu sind und ökologische Rohstoffe schonend zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet werden. Und beim Konsum: Denn Menschen, die zu Bio greifen, leben nicht nur häufiger mit kleinerem ökologischen Fußabdruck. Sondern sie ziehen auch frisch zubereitete Lebensmittel Convenience-Produkten vor und essen weniger Fleisch. Bio fördert einen gesunden Ernährungsstil, wie ihn Ernährungswissenschaftler empfehlen. Und Bio sorgt für gesunde Öko-Systeme, die dauerhaft gesunde und gute Lebensmittel liefern und in denen Menschen gesund leben können.

Im Fokus: Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Ernährung und Gesundheit

Im Rahmen des BIOFACH Kongress 2019 soll der Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Ernährung und Gesundheit in den Blick genommen werden. Es soll darum gehen zu zeigen, wo Bio steht, welches Potential Bio für die öffentliche Gesundheit (public health) bietet, welche Entwicklungsaufgaben vor der gesamten Ernährungswirtschaft und speziell vor Bio liegen und den Beitrag von Bio zu nachhaltigeren Ernährungsstilen auszuleuchten.

Vertiefungsthemen des Kongressschwerpunktes

Den Kongressschwerpunkt gestalten alljährlich der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) als nationaler ideeller Träger der BIOFACH sowie der internationale Schirmherr IFOAM – Organics International gemeinsam mit der Weltleitmesse. Dieses Mal können im Rahmen des Schwerpunktes unter anderem folgende Vertiefungsthemen diskutiert werden:

  • Gesundheit umfassend gedacht: Was haben Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft mit „public health“ zu tun?
  • Ernährung – das Stiefkind der Gesundheitspolitik. Welche politischen Konsequenzen sind aus der prominenten Rolle ernährungsbedingter Krankheiten zu ziehen?
  • Bio und Gesundheit: Gesunder Boden – gesunder Mensch – wie hängt das zusammen?
  • Best Practice: Wie verändert Bio Verzehrgewohnheiten, z.B. zu Hause und in der Außer-Haus-Verpflegung?
  • Wie kann Politik Bio nutzen, um Gesundheitskosten und Umweltschäden zu senken?
  • Welchen Einfluss haben Züchtung, Produktions- und Verarbeitungsmethoden auf die Gesundheitsqualität der Lebensmittel?

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